Mutter, Ehefrau, Businesswoman – jetzt bin ich mal dran

Auf Twitter wurde von einigen Mädels eine wunderbare Aktion ausgerufen: „Jetzt bin ich mal dran“, #jbimd. Wir Frauen, die wir uns um Kinder, unseren Job (unsere Karriere), um andere Verwandte und Freunde kümmern, wollen einfach mal ganz bewusst an uns selbst denken. Anfangs habe ich gekichert und gedacht: Ha, das hab ich doch jeden Tag. Und schon am dritten Tag merkte ich: Huch! Stimmt gar nicht. Wenn man es sich so richtig bewusst macht, merkt man, dass man sich selbst zugunsten anderer Personen/Angelegenheiten häufig vergisst. Vielleicht auch manchmal aus Gewohnheit.

Es geht hier nicht um die täglichen fünf Minuten, die man sich mal ins Bad zurückzieht oder die man morgens länger im Bett bleibt. Es soll darum gehen, sich bewusst aus dem Alltag herauszunehmen, Dinge zu tun oder auch bewusst sein zu lassen, die nur mit mir selbst zu tun haben, also nicht beruflich oder durch andere induziert sind. Ich fahre zum Beispiel täglich in ein Büro, die Zeit in der Bahn (es sind nur 20 Minuten) zähle ich nicht dazu, weil sie ja beruflich bedingt ist. Ich zähle auch nicht die fünf Minuten, die ich zu Fuß zum Supermarkt gehe – auch das ist ja letztlich durch andere Notwendigkeiten bestimmt.

Nachdem nun 25 Erlebnisse voll sind (in viereinhalb Monaten), fällt auf, dass ich mir im Schnitt nur alle fünf Tage Zeit für mich selbst nehme. Daran werde ich etwas ändern, das nehme ich mir fest vor. Noch bewusster darauf achten und die kleinen Lücken im Alltag suchen. So, wie neulich zum Beispiel: Ich war um sieben Uhr wach und genieße jetzt die herrliche Ruhe, während die Familie schläft. Das ist meine Zeit mit Kaffee und Gedanken, die nichts mit anderen bzw. anderem außer mir zu tun haben.

Ich hatte mir ein 100-Tage-Projekt vorgenommen, doch das hieße ja, dass es danach vorbei wäre. Ich werde es also offen lassen und weiter für mich dokumentieren. Die erste Runde von 25 Erlebnissen am Jahresende öffentlich zu machen, sollte einfach die Konsequenz stärken – und das hat ja auch funktioniert. Insofern Danke an die Initiatoren für die Idee, die ganz sicher weiterleben wird.

 

 

 

 

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