Hobby als herrliche Herausforderung

Unser Leben, nicht wahr, ist ja eigentlich recht eintönig, weil durch extrem viel Routine geprägt: Arbeiten, Einkaufen, Haushalt, Familie … Das kann es nicht sein, oder? Wir brauchen Herausforderungen. Und zwar solche, die uns packen – und von denen wir anderen erzählen können, ja warum denn nicht?

Ich geb’s zu: Ich mag Routinen. Sie geben Halt und sind für mich durchaus nicht langweilig. Doch die Würze bringen in der Tat Herausforderungen. Vielleicht ist das Wort manchmal ein wenig zu groß dafür, aber knifflige Vorhaben, ehrgeizige Ziele oder eben eine nette kleine Aufgabe sorgen dafür, dass die Routine nicht anfängt, das Leben komplett zu beherrschen. Insofern: Ich möchte mich auch einer solchen Aufgabe stellen. „Schuld“ daran ist das hier:

#50bookschallenge

Von dieser Herausforderung las ich heute, u.a. in einem Blog, und ich war fasziniert: Ein Buch pro Woche! Und jene, die das im vergangenen Jahr schon durchgezogen haben, sind in guter Gesellschaft. Marc Zuckerberg hat für sich 2015 zum Jahr der Bücher erkoren und lässt seine Fans auf FB daran teilhaben. Bei Turi wird er so zitiert:

Das Lesen von Büchen sei „intellektuell befriedigend“ und führe zu „tieferen Einsichten“ als „die meisten modernen Medien“.

Sehe ich durchaus auch so. Ich bewundere ja Menschen, die sich knackige Aufgaben stellen und wirklich hartnäckig dieses Ziel verfolgen. Dazu gehört schon viel Disziplin. In meiner Twitter-TL gibt es auch Frauen, die das locker schaffen, wie sie mir erzählten:

Großartig! Ich lese auch unheimlich gerne. Wir haben unsere Billy-Bücher-Wand schon mehrfach erweitern müssen, weil ich Bücher nicht nur gerne lese, sondern sie auch gerne um mich habe. Manchmal stehe ich versunken davor und finde in meinen Gedanken, worin es in dem ein oder anderen Buch ging. Gelegentlich reift der Entschluss, etwas noch einmal zu lesen, die „Briefe an Milena“ von Kafka zum Beispiel – selten etwas gelesen, das so zu Herzen ging.

Aber ein Buch pro Woche ist für mich unrealistisch. Was Gründe hat: Vollzeitjob im Büro, zwei Kinder, denen ich mich gerne widme, einen Mann, mit dem ich auch sehr gerne Zeit verbringe, Freunde, die real sind und von mir nicht nur Essens-Bilder oder Statusbotschaften erhalten (erwähnte ich schon mal, dass ich FB richtig doof finde?), Fußball, den ich mir im Stadion sowie im TV anschaue und dazu noch jede Menge lese (ha!). Ich bestehe auf meine wöchentliche Lektüre des SPIEGEL und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (bin Abonnent der ersten Stunde!). Und jetzt frage ich: Wann ist da Zeit für ein Buch?

Ich habe keine Ahnung, aber sie muss da sein, ich will das so. Also mache ich aus dem einen Buch pro Woche einfach ein Buch pro Monat, die #12bookschallenge. Wenn es mehr wird, ist das okay, aber es soll Spaß machen und kein knallharter Wettbewerb sein. So habe ich also das Buch von Julia Krobik „Stand up“ (eines zum Thema Feminismus) fertig gelesen und mir jetzt das hier als Start für das Jahr ausgesucht:

Der Jesuswahn

Das wird sich sicher nicht so einfach weglesen, aber das Thema ist mir wichtig. Folgen werden diese Bücher: „Und Nietzsche weinte“ von Irvin D. Yalom, ein Geschenk eines lieben Menschen, „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ von Precht (ob mir das wohl gefallen wird?), „Schändung“ und „Verachtung“ von Adler Olson. Die werden ganz sicher genau mein Ding sein, ich mag skandinavische Krimis sehr. Ich habe alle „Harry-Hole“-Fälle von Jo Nesbö gelesen, die waren unglaublich fesselnd.

In diesem Sinne. Wer gute Lese-Tipps hat oder sich eine ähnliche -Herausforderung gestellt hat: Her damit. In den Kommentaren ist Platz. Ich freue mich drauf.

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