Lesen macht Spaß #12bookschallenge

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Ich bin ja ein großer Fußball-Fan, und als solcher verfolge ich gerne das Blog Fußball macht Spaß (FUMS). Die Macher sind zwar Bremer, aber dafür können sie ja nichts. Heute möchte ich den Herren zurufen: Ja, Fußball macht Spaß, aber wisst Ihr was? LEMS geht auch: Lesen macht Spaß. Auf eine sehr nette Art hat mich heute Cloudette daran erinnert:

Das ist eine schöne Sache, ich hole mir ja auch immer gerne Lesetipps. Hier also meine nächsten Bücher innerhalb meiner #12bookschallenge:

Buecher

1) Mansfields Park, Jane Austen
Zu Jane Austen muss man nicht mehr viel sagen. Wer ein Buch von ihr gelesen hat, kennt sie praktisch alle, was nicht abwertend gemeint ist. Ganz im Gegenteil: Ich weiß, was mich erwartet. Es geht mehr oder weniger immer darum, dass und wie junge Frauen im 18. Jahrhundert ihr Eheglück finden. Das ist thematisch recht einfach (und mit meinem Frauenbild so gar nicht vereinbar), dabei aber so wunderschön geschrieben, dass ich mich allein an der Sprache berauschen kann (die Übersetzung ist eben gut). „Stolz und Vorurteil“ ist, wen wundert es, mein Favorit, aber ich habe zu „Mansfield Park“ schon den Film gesehen: Es ist eine nette Geschichte um Fanny, die ihren ganz eigenen, unspektakulären Weg zum Glück findet. Die Meinungen zu dem Buch gehen offensichtlich sehr auseinander, ich freue mich dennoch auf dieses Buch, das mich ab morgen begleiten wird.

2) Kalter Süden, Liza Marklund (Das Original lautet: En plats i solen – Ein Platz im Süden)
Liza Marklund ist Journalistin und Autorin, die in Schweden sehr bekannt ist. Mit ihren Annika-Bengtzon-Krimis etablierte sie sich innerhalb kürzester Zeit als eine der meistgelesenen Autoren Schwedens, heißt es auf Wikipedia. Ihre Heldin Annika Bengtzon ist als Journalistin besonderen Verbrechen auf der Spur. Das spricht mich auf mehreren Ebenen an: Zum einen mag ich skandinavische Krimis (Jo Nesbö, Jussi Adler Olsen und, na klar, Stig Larsson), zum anderen wird hier die Arbeit einer Reporterin thematisiert, und zum Dritten spielt es in Schweden. In diesem Buch geht es um den Mord an einem Eishockey-Star in Marbella, bei dem die spanische Polizei schnell aufgibt – Annika aber nicht. Und sie wird natürlich fündig. Es ist der neunte (und derzeit letzte) Band der Annika-Bengtzon-Reihe, also eventuell nicht unbedingt der beste Einstieg, das wurde hier auch festgestellt, aber gut, das werde ich dann sehen.

3) Die Kunst, kein Egoist zu sein, Richard David Precht
Ich habe von Herrn Precht noch nichts gelesen, und den Untertitel „Warum wir gerne gut sein wollen, und was uns davon abhält“ fand ich irgendwie witzig formuliert. Wahrscheinlich ist das ein Buch, das man sich kauft, dann aber doch nicht liest. Schon allein deswegen ist das jetzt mal fällig. Im Kern geht es natürlich um Wege zu einem besseren Miteinander. Die ZEIT schreibt dazu:

Sein neuestes Buch Die Kunst, kein Egoist zu sein ist eine Studie der Bedingungen moralischen Empfindens und Handelns und liest sich als direkter Kommentar zur Gegenwart.

Nun ja. Wer weiß? Vielleicht hilft es ein wenig, mal innezuhalten und zu reflektieren. Das allein würde mir als Ergebnis schon genügen.

4) Und Nietzsche weinte, Irvin D. Yalom
Dieses Buch bekam ich geschenkt – von jemandem, der sich bei solchen Präsenten etwas denkt. Eine Ode an dieses Buch gibt es hier zu lesen. Wenn man dieser Einschätzung glaubt. verspricht die Lektüre ein ganz anderes Erlebnis zu werden als alle anderen vorher genannten Bücher. Es wird sich wohl nicht so locker-flockig „weglesen“ lassen. Ich lass mich überraschen.

5) Verachtung, Jussi Adler Olsen (Der vierte Fall)
Die Geschichten um Carl Mørck mit seinem Sonderdezernat Q, in dem er alte unaufgeklärte Fälle bearbeitet, garantieren Spannung bis zum Schluss. Herzklopfen inklusive. Die bisherigen drei Fälle waren immer wahre „page turner“. Diese Reihe bezieht ihren Reiz nicht daraus, dass der Leser miträt, wer der Täter in dem Kriminalfall war. Es geht vielmehr darum, mitzuerleben, wie Mørck der Lösung Schritt für Schritt (und meist auf unfassbaren Umwegen) näher kommt. Skurrile Gestalten in Form seines Assistenten Assad und der Mitarbeiterin Rose sorgen für unerwartete Momente. Nachdem ich gestern erst den dritten Teil ausgelesen habe, freue ich mich schon jetzt auf diesen, den vierten Fall. Denn der klingt vielversprechend.

Wer mag, schreibt seine Buchtipps gerne in die Kommentare oder mir ein Mail. Ich freu mich!

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hedi sagt:

    Da ich eine große Liebhaberin der Schwedenkrimis bin, nur zwei Anmerkungen:
    Liza Marklund ist unbedingt lesenswert, ich hab (fast) alle ihre Bücher verschlungen. Ihr letztes Buch: „Weißer Tod“ ist für mich ihr bester Roman
    Und nicht zu vergessen, die tollen Krimis von Asa Larsson – ich warte auf die Fortsetzung ihrer Kiruna-Reihe.

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    1. mrscgn sagt:

      Dankeschön für die Tipps. Åsa Larsson merke ich mir gerne vor.

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  2. susanna14 sagt:

    Im „landed gentry“, wo Jane Austen’s Romane spielen, hatten weder Männer noch Frauen richtige Berufe, sondern sie waren alle beschäftigt, ihre Ländereien zu verwalten und ansonsten sich gegenseitig zu besuchen. Wenn jemand stattdessen las, war er oder sie schon ein gebildeter, intelligenter Mensch. (Eines der Vorworte zu den Romanen in der Penguin classics edition enthält einen Essay, der versucht zu begründen, dass Jane Austen durchaus zu den Problemen ihrer Zeit Stellung genommen hat, sowohl zu Klassengegensätzen (aufstrebendes Bürgertum mit richtigen Berufen, etwa Kaufmann oder Kapitän, welches mit dem verarmten niederen Adel auf einer Stufe stehen will, „Persuasion“) und auch zur Situation von Frauen, und sie hat ein sehr ausgeprägtes Frauenideal. Die Kommentatorin meint, dass Austen sich auf „a vindication of the rights of women“ bezogen hat.)

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    1. mrscgn sagt:

      Dankeschön für Deinen Hinweis!
      Wenn ich schreibe, dass das Frauenbild in Austens Bücher nicht meinem entspricht, so möchte ich das gar nicht als Kritik an Austen verstehen. Ich lese es ja unheimlich gerne. Austen beschreibt die Welt, in der sie lebte. Ich bin dankbar, dass sich das verändert hat, und wage mal mit Blick auf Deinen wirkich guten Hinweis die These: Austen wäre es auch. 😉

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