Von Zopfgummis und anderen kleinen Katastrophen

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Falls es einer noch nicht so richtig mitbekommen hat – hinter MrsCgn steckt eine Frau. Sie hat schulterlange Haare, die ihr manchmal wirklich arg im Wege sind. Doch für dieses Problem gibt es Lösungen. Eine wirklich sehr simple nennt sich Zopfgummi. Die Dinger sind praktisch: schnell anzuwenden, es tut nix weh, sieht manchmal auch noch nett aus, was will Frau also mehr? Nun ja: Wie wäre es mit „welche zu haben“? Meine beiden Töchter haben auch lange Haare, noch deutlich längere als ich. K1 läuft nicht nur, aber auch deswegen sehr oft mit einer Frisur herum, die mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Zopfgummis benötigt. K2 hat die Haare bis zur Taille, auch dafür wird öfter mal so ein kleines Schnipsdingens gebraucht. Also habe ich als kluges Mutti jede Menge Zopfgummis im Haus. In allen nur erdenklichen Farben und in einer pinkfarbenen (!) Tupperbox sehr praktisch aufbewahrt – dachte ich zumindest. Denn vor kurzem passierte hier das:

Was für ein Dilemma! Die Kinder haben in ihren Zimmern offenbar unentdeckte Eckchen, in denen sie diese doofen Zopfgummis horten, und wenn die Mutti mal eins braucht, findet sie keines. Nach einem mittelschweren Donnerwetter fanden sich in der besagten Tupperbox auf ganz wundersame Weise wieder jede Menge Utensilien, um die Haare zu bändigen. Ich habe nun also eine zweite, ebenso wunderschöne Box rausgekramt (in lila), in der ich jetzt meine ganz persönlichen Haarutensilien aufbewahre. Meine Befürchtung: Wenn die Kinder sie entdecken, werde ich wohl über eine Box Nummer 3 nachdenken müssen.

Technik taugt nur, wenn sie funktioniert

Mein Mann kennt sich wirklich gut mit Computern und vor allem ihrem Innenleben aus. Er macht das beruflich, offenbar finden auch andere, dass er das ganz gut kann. Also frage ich ihn um Rat, wenn die IT bei mir nicht so will, wie sie soll, was in meiner Apfelwelt selten vorkommt, aber gut. Im Büro muss darf ich in der Windowswelt zu Hause sein, und das war dann vor zwei Tagen ein Drama:

Sein allgemeingültiger und auch von anderen (etwa O2) an mich adressierter Rat: Wenn’s nicht tut, dann reboot. Gesagt, getan. Mehrmals. Erfolglos, versteht sich. Dann die 112 660 angerufen, Fremdwartung aktiviert, ein paar Klicks hier, ein paar Klicks dort, Neustart – der Fehler 1046 war immer noch da. Gibt’s ja nicht, sagt der IT-Spezi, gibt’s doch, sagt die Misses. Also: Rechner wird abgeholt, neuer in die Dockingstation gesteckt – und da war er wieder, der Fehler 1046. IT-Stalker! Es hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann lief dann dieser Austauschrechner, es war nun 09:00. Eine Stunde verloren wegen so einer verrückten Sache. Um 14:00 bekam ich dann meinen eigenen Rechner wieder, das Problem war also doch größer als gedacht. Statt „reboot“ hieß das Rezept „delete“. Na klar. Zu schade, dass es mit format c:/y nicht mehr so einfach geht …

 Fußball taugt nur, wenn es wirklich Fußball ist

Wir nähern uns der Bundesliga-Saion 2015/2016, die meinen Herzensverein HSV (ist er immer noch) in der ersten Liga erleben wird. In der Vorbereitung darauf finden so ein paar Testspiele statt, deren Wert ich ganz sicher nicht größer bemessen will als er ist. Dennoch mache ich mir als Fan so meine Gedanken: Man spart durch Nicht-Verlängerungen von Verträgen ein bisschen Gehalt ein, gibt eines seiner größten Talente ab, um überhaupt handlungsfähig zu sein, betont immer wieder den neuen Geist (einen alten hatte ich zuvor eigentlich nicht wahrgenommen, da war halt nix), doch aufm Platz, wo es ja entscheidend ist, passiert nicht so viel Neues verglichen mit dem, was wir so in den vergangenen fünf Jahren erlebt haben. Ernüchternd heute daher das Testspiel des HSV bei der Arminia in Bielefeld, das der Gastgeber 2-0 völlig verdient gewann. Testspiel, ja, ich weiß, doch die Art und Weise macht mir als Fan wenig Hoffnung.

Und wenn ich dann noch lese, dass man im Trainingslager an Grundlagen (!) arbeiten muss, reibe ich mir verwundert die Augen. Was hat man die vergangenen Wochen eigentlich gemacht? Elfmeterschießen geübt? Wissenschaftliche Ausarbeitungen zum Mannschaftsgeist verfasst? Oder so eine Art Bundesjugendspiele Wettbewerbe veranstaltet, bei wem der Ball am weitesten bei der Ballannahme verspringt? Fußball macht nur Spaß, wenn es sich auch um Fußball handelt. Davon ist der HSV meiner Meinung nach noch ein ganzes Stück entfernt. Muss nicht viel bedeuten, schon klar, aber dennoch: Ich fahre nicht mit dem tollsten aller Fan-Gefühle nach Jena zum Pokalspiel.

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