Fußball-Geschnatter

Ach, wie ist das angenehm, als HSV-Fan einfach so über den Herzensverein schnattern zu können, ohne ein Kopfschütteltrauma oder schlechte Laune zu bekommen. Es ist jetzt nicht auf einen Schlag alles gut, erwarte ich auch nicht, aber immerhin hat die Häme nachgelassen. Und wir Fans können uns mit Luxus“problemen“ die Langeweile zwischen den Spieltagen vertreiben. Weil wir es können. Also:

Spielerwechsel

Aaron Hunt. Ich gebe zu, dass ich mit ihm noch ein wenig fremdele. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das unbedingt etwas mit seiner Bremer Vergangenheit zu tun hat. Ich mochte ihn auch dort schon nicht (einen Klose fand ich beim unaussprechlichen Verein – hier ein Grinsen denken – übrigens immer toll). Doch all dieses diffuse und nicht erklärbare Gefühl brächte mich nicht auf die Idee, ihn qua Spruchband oder anderweitig zum Feindbild zu erklären. Andererseits: Jemandem zu sagen, er sei kein HSVer, wenn er Hunt nun mal nicht so ins Herz schließt, finde ich absolut albern. In solchen Urteilen sind die HSV für meinen Geschmack extrem schnell bei der Hand: Ich erinnere mich gut an die MV, auf der ich als eine, die in Köln lebt, aufgefordert wurde, mir in meiner Umgebung einen Verein zu suchen – ich werde es nie verstehen. Übrigens: Diese ganze Rivalität zwischen den Vereinen kommt ganz häufig überhaupt nicht bei den Spielern an, denen scheint das herzlich egal zu sein. Meine Abneigung gegen die Bayern ist vielen HSVern dreimal egal (auch einem Trochowski). Aus Bremen kamen auch schon öfter Spieler nach Hamburg – na und? Ist halt der geilere Verein 😉

Leise rocken

Europapokal. Oder? Singen wir doch jetzt. Ich höre mir das gerne an, vor allem, wenn S. aka @rauhesee das intoniert (ich meine hier das der Freiburger, dass er textsicher beherrscht). Aber mal ernsthaft: Das kann doch keiner ehrlich meinen. Der HSV steht aktuell auf Platz 6, ob das morgen Abend auch noch so ist, wissen wir nicht. Sechs Spiele sind gespielt, und man erinnere sich, wie die drei davon so gewonnen wurden. Ich finde, dass das in der HSV-Arena heute recht gut zusammengefasst wurde. Auch mir gefällt das Auftreten von Bruno Labbadia sehr gut, er scheint für mein Gefühl aus seinem letzten HSV-Engagement gelernt zu haben – sehr sympathisch. Wobei er mir ja immer noch am besten gefällt, wenn er jubelt. Es gibt nicht so viele Trainer, die da so aus sich herausgehen wie er, und ich mag das total. Sich in der Sekunde des Torerfolges oder Spielgewinns so zu freuen, zeigt für mich, dass sich da jemand identifiziert und es eben nicht nur als ein Job sieht. Erinnert sich einer an das Spiel BVB gegen VfB, das 4-4 ausging? Wie Bruno da abgegangen ist? Da stimmte wirklich das komplette Unterhaltungsprogramm – auf und neben dem Platz. So sollte das aus meiner Sicht auch sein. Vor den Mikrofonen dann ist Labbadia aber sofort wieder geerdet, vorbildlich!

Fußballschauen. Ich werde das auch weiterhin tun, denn Sky war so freundlich, mir ein unwiderstehliches Angebot zu machen. Aber klar ist auch: Alleine zu gucken, macht nicht so richtig Spaß. Ich hatte das zuletzt einige Male anders und fand das wunderbar – an dieser Stelle ein Dankeschön an die Sektion Rheinland. Es gibt da übrigens einen interessanten und sehr netten Nebeneffekt des Fußballs: Gleichgesinnte zu treffen und festzustellen, dass man sich mehr zu sagen hat als „Nur der HSV!“.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. themaxxno1 sagt:

    Hi Misses, auch wenn der Beitrag von Dir nicht mehr ganz frisch ist wollte ich doch noch die Chance nutzen und dir (mal wieder) zu danken: Du schreibst sehr gut und sprichst mir häufig aus dem HSV-Herzen. Selbst die Niederlage vom WE hat mich nicht doll gekratzt, HSV macht derzeit einfach mehr Spaß weil er „normaler“ geworden ist.

    Nebenbei bemerkt: Wenn ich heute im Spon die Überschrift zu Dortmund lese: „Die Leichtigkeit ist weg“ dann muß die Frage erlaubt sein, was unsere Sport-Schreiberlinge so treiben außer undifferenzierten Kram zusammenzutippen.

    Insofern: Begrüße ich sowohl Deinen als auch den einen oder anderen Fußballblog als fundiertes Informations- oder Unterhaltungsmedium.

    In der Hoffnung, dass unser HSV der alten Dame am nächsten WE mal ein Bein stellt verbleibe ich mit „Nur der HSV“!

    =)

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