Uffjereecht vorm Wochenende

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Das erste Wochenende seit langer Zeit ohne Arbeit, ich meine: so richtig ohne Arbeit. Kein Rechner, kein Telefon. Keine aufgeregten Stimmen, keine Mailflut, und kein englischer Text, der noch bearbeitet werden müsste. Ich kann es nicht fassen. Ich bin so aufgeregt, hab wirklich Herzklopfen. Und ich bin zerstreut.

Mein Auto erhielt heute die Sommerreifen aufgezogen. 8 Uhr hin, um 9 wieder abholen. Das ging so schnell, dass ich einfach nur meine Tasche schnappte, loslief, dort mit Karte zahlte und weiterfuhr zum Tanken. Auch dort zahlte ich mit Karte, denn ich habe nie viel Bargeld bei mir (gebranntes Kind). Und dann fuhr ich weiter zum Einkaufsladen für eine Milch und ein paar Sandwiches und merkte an der Kasse genau was? Genau: Kein Geld dabei. Ich hasse es, kleine Beträge mit Karte zu bezahlen, ich finde das unnütz und irgendwie peinlich. Wo waren nur meine Gedanken, dass ich vergaß, das Geld einzustecken?

Um 15 Uhr Feierabend. Warten auf die Kinder und dann ab zum Wochenendeinkauf, was ich ja, wie ich hier schon mal ausführte, furchtbar und schlimm finde. Heute kam ein Grund mehr dazu: Wir hatten Pfandflaschen dabei, die in einer Tüte gesammelt und in den Kofferraum verfrachtet wurden. Schon beim Herausfahren aus der Tiefgarage schepperte es, die Tasche fiel hörbar um. Ich bin dankbar für die Gummimatte im Kofferraum, es wäre sonst eine Riesensauerei geworden. Eine Flasche Bier mit Himbeersirup, in der sich ganz unten der Sirup noch gesammelt hatte. Und das Zeuch in meinem Auto. Uuuuaahhh .. Aber die kluge Hausfrau sorgt vor und hat immer eine Rolle Küchentücher und für die Hände ein Reinigungsgel dabei. Die Tasche war dann schnell Geschichte, aber immer wieder brabbelten T1 und ich vor uns hin: EKELHAFT! Und dann kaufte ich im Supermarkt überteuerte Bio-Paprika, während vier Stück noch im Kühlschrank vor sich hin kühlten …

Ich schaffte es nicht, einfache Dinge zu erledigen, so etwas wie Wäschefalten zum Beispiel. Stattdessen rannte ich wie ein aufgescheuchtes Huhn herum, wollte Sachen packen für einen Tagesausflug mit Betonung auf TAG. Ich fing an, eine Liste zu schreiben, was wir auf keinen Fall vergessen dürften. Eintrittskarten, Kaffee, weiter bin ich nicht gekommen. Ich ließ mich breitschlagen, das Tochterkind 2 zu einer Freundin zu begleiten, die im Haus gegenüber wohnt. Dazwischen liegt ein Spielplatz. Sie kam später wieder heim mit staubigen Füßen, weil sie draußen barfuß lief, und ich reichte ihr im Bad statt eines Badvorlegers ein Handtuch. Ein großes. Für die Füße. Und jetzt bin ich unsicher, ob ich ihr überhaupt Gute Nacht gesagt habe …

Ich tröste mich jetzt mit dem Gedanken, dass ich einfach überarbeitet bin und alles ja nur ein Phase ist. Morgen ist ein neuer Tag, und der HSV wird den Effzeh morgen aus dem Stadion schießen. Jawohl. Wir werden live dabei sein. Da freu ich mich jetzt drauf.

 

 

 

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