Zum Muttertag: Große Entscheidungen statt kleiner Zugeständnisse

Als Mutter kenne ich es nur zu gut: Die Kinder bringen aus dem Kindergarten bzw inzwischen aus der Schule Selbstgebasteltes mit und überreichen es am zweiten Mai-Sonntag jedes Jahres feierlich am Frühstückstisch oder schon am Bett. Sie versichern mir, ich sei die beste Mama der Welt, und überhaupt sei alles ganz toll. Als gebürtige Ossi-Frau…

Selbstbestimmung der Frau konsequent zu Ende denken

Es gibt die These, dass wir in unserem Willen gar nicht wirklich frei sind. Der Hirnforscher Gerhard Roth wird in einem Feature des Deutschlandfunks mit seiner Idee von der „notwendigen Illusion des freien Willens“ zitiert – ein für mich sehr nachvollziehbares Konzept. Denn, so Roth: Und dem einen fallen eben viele Alternativen ein, dem anderen…

Karrierefragen (4): Alles eine Frage der Definition

Beim Stichwort Karriere sind wir groß im Klischee-Denken: Wir reden von Ehrgeiz, Opferbereitschaft, von Fragen der Vereinbarkeit von Kind und Karriere, wir sprechen davon, dass Frauen, insbesondere Mütter, benachteiligt sind (Teil 1), von Teilzeit-, weil Armutsfallen (Teil 3) … nur wenige sprechen davon, dass auch Männer, hier: Väter, vor solchen Fragen (Teil 2) stehen. Meine…

Karrierefragen (3) – Teilzeit als finanzielle Falle

Wir wollen alles, und das eigentlich immer sofort – Eltern sind da kein bisschen anders als jeder Single. Doch immer häufiger stellen Eltern fest: Moment, so einfach geht das nicht. Die Vokabel, die dann regelmäßig auftaucht und gefühlte Millionen Mal rauf- und runterdiskutiert und in Büchern verarbeitet wurde, heißt: Vereinbarkeit. Im ersten Teil dieser Miniserie…

Karrierefragen (2) – Vereinbarkeitsfrage für Männer

Es ist Zeit, die Karrierefragen weiter zu beleuchten. Nachdem ich im ersten Teil mich ausführlich zur Frage, ob berufstätige Mütter zwei Vollzeitjobs ausfüllen, geäußert habe, soll es heute um die „Vereinbarkeitsfrage“ gehen. Mir fällt auf, dass das Thema „Vereinbarkeit von Kind und Karriere“ eigentlich immer nur auf Mütter reduziert wird. Warum eigentlich? Haben Väter nichts…

Ich will, ich mag, ich übernehme Verantwortung

Es scheint die Überschrift meines Lebens zu sein, auch wenn das geschraubt, hochgestochen oder maßlos klingt. Ich finde das Wort toll und schätze das, was dahinter steht. Der Duden erklärt Verantwortung so: … [mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf…