Nicht gebloggt, aber viel gelernt

Es ist gefühlte Ewigkeiten her, dass ich hier etwas eingetragen habe, aus Gründen, versteht sich. Nun ist es Zeit, meine Lektionen, die ich gelernt habe, einmal zusammenzufassen, auf dass sie nicht verloren gehen*. Lektion 1: Beratung ist ein Job für Erfahrene Ich habe in meinem Beruf viel mit Beratern zu tun. Nun gehört an dieser…

Frauen in der Gesellschaft: Für eine Perestroika im Kopf

Ich war eine Abiturientin, als Michail Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde und mit seinen Prinzipien „Glasnost“ und „Perestroika“ (Offenheit und Umgestaltung) anfing, sein Land in ein neues Zeitalter zu führen. Diese beiden Begriffe haben meine politische Haltung sehr geprägt. Mir fiel inbesondere der letztgenannte Begriff wieder ein, da ich in der jüngeren Vergangenheit viele Diskussionen…

Von der Anstrengung, als Mutter Frau zu sein

Schon, wenn ich meine eigene Überschrift lese, verdrehe ich die Augen. So sehr nervt es mich. Aber dass es mich nervt, hat Gründe, und ich bekomme immer wieder neue geliefert. Neulich las ich einen sehr interessanten Blogpost von Journelle dazu, der mich natürlich nicht nervte, sondern einfach wieder daran erinnerte. Um es für mich ein…

Was andere so machen für Sachen …

Schön, wenn im Alltagsgeschäft ein bisschen Zeit bleibt, andere Texte zu lesen, darüber kurz zu sinnieren und zu reflektieren. In jüngster Zeit hatte ich des öfteren das Vergnügen. Die Themen sind so unterschiedlich, und es fällt daher schwer, es in der Tiefe gut zu behalten.  Aber wozu gibt es Blogs? Altersfragen und das Bild vom…

Zwischen Leidenschaften und Langeweile – Denkarium (1)

Es ist alles irgendwie zu viel. Also habe ich beschlossen, das Blog jetzt gelegentlich als „Denkarium“ zu benutzen. Harry-Potter-Kenner werden sofort wissen, was ich meine: Den Zauberstab an den Kopf halten, die Gedanken entnehmen und in ein Gefäß geben, in der sie gemeinschaftlich vor sich hin blubbern. Es soll den Kopf befreien und Platz schaffen…

Sechs Modi braucht das Mutti

Achterbahn. Wellen. Karussell. Um Gefühle zu beschreiben, finden sich immer großartige Bilder. Doch was macht ein verkopfter Mensch wie ich: Er strukturiert und kategorisiert. Um es für sich klar zu haben. Damit es sich gut anfühlt, ha! Also: Als Mutter, ich nenne mich sehr gerne das Mutti, habe ich bei mir beobachtet, dass ich in…

Seien wir doch mal ehrlich. Zu uns selbst.

Die Sonja hat in ihrem Blogpost zu ihrem ganz persönlichen „Vereinbarkeits-Alltag“ eine gute und wichtige Diskussion angestoßen, die sowohl im Netz als auch in der Realität Thema geworden ist. Gut so. Zunächst erinnert der Post ein wenig an ihren Beitrag zur Selbstoptimierungsfalle, in die sie sich selbst tappen sah, doch auf den zweiten Blick wird…

Selbstbestimmung der Frau konsequent zu Ende denken

Es gibt die These, dass wir in unserem Willen gar nicht wirklich frei sind. Der Hirnforscher Gerhard Roth wird in einem Feature des Deutschlandfunks mit seiner Idee von der „notwendigen Illusion des freien Willens“ zitiert – ein für mich sehr nachvollziehbares Konzept. Denn, so Roth: Und dem einen fallen eben viele Alternativen ein, dem anderen…

Auf der Suche nach dem 30-Stunden-Tag …

Ich trage heute Eulen nach Athen. Nahezu jede Mutter wünscht sich einen Tag, der mehr als 24 Stunden hat, um all das zu bewältigen, was sie gerne schaffen möchte. Nun sind meine Kinder aus dem Alter raus, da sie Betreuung brauchen, sie sind sehr selbständig und machen ihr Ding. Was bleibt, bin ich. Darum geht…

Die Ich-Kultur, seine Meinung zu sagen

Nie war es so leicht, die eigene Meinung einem großen Publikum mitzuteilen. Ich kenne da noch ganz andere Zeiten: Wenn ich mich vor versammelter Schülerschaft aufregen wollte, brauchte ich dazu noch eine Wandzeitung, dem Vorläufer der Schülerzeitung. Während des Studiums wurden Flugblatt-ähnliche Zettel verteilt, und die Mund-zu-Mund-Propaganda funktionierte – am besten in der morgendlichen Straßenbahn…

Das Ding mit dem Frau- und Mutter-Sein

Durch einen Tweet bin ich auf diesen Artikel in der SZ aufmerksam geworden. Es geht um Mütter, die es bereuen, Kinder auf die Welt gebracht zu haben. Zitiert wird eine Studie mit zugegebenermaßen kleiner und damit nicht repräsentativer Zahl aus Israel. Deutlich wurde, dass dieses Bereuen quer durch die Altersgruppen und Schichten geht, mithin also…